Geschichte des Segelfluges

Image result for Geschichte des SegelflugesDer Deutsche Karl Wilhelm Otto Lilienthal war der erste Mensch, der mehrmals und erfolgreich Segelflüge mit einem Flugzeug absolvierte. Er kann damit ohne Zweifel als Wegbereiter der modernen Luftfahrt gelten, da er sich am Flug der Vögel orientierte und das Prinzip des Auftriebs für die menschliche Luftfahrt nutzbar machte. Dabei stellte er sich im 19. Jahrhundert gegen den allseits vorherrschenden Trend, der vor allem durch den Gebrauch von Edelgasen Objekt erstellen wollte, die leichter als Luft waren und daher in der Lage zu fliegen. Beispiele hierfür sind etwa der Zeppelin oder das Luftschiff. Wie aber entwickelte sich der Segelflug nach Lilienthal weiter? Wir bieten in diesem Artikel eine Antwort und geben einen Überblick über die Geschichte des Segelflugs im 20. Jahrhundert.

Nach Lilienthal beschäftigten sich zunächst wenige andere mit dem Segelflug. Dies lag vor allem an der Motorisierung der Luftfahrt, die diese deutlich komfortabler gestaltete und sicherer machte. Einen Wandel brachten in Deutschland jedoch die Auflagen des Vertrages von Versailles mit sich. So wurde durch die Franzosen in diesem Vertrag den Deutschen untersagt, Motorflugzeuge zu gebrauchen. Dieses Verbot löste daher eine Rückbesinnung auf den Segelflug aus, da dieser nicht unter das Verbot fiel und damit eine Alternative bot.

In den folgenden Jahren wurde daher die Wasserkuppe in der Rhön zur zentralen Sammelstelle für alle Flugbegeisterten Deutschen. Hier trafen sich Pioniere und Verrückte um Segelflüge zu übernehmen und die Technik weiterzuentwickeln. Zwei dieser Pioniere waren dabei Alexander Lippisch und Gottlob Espenlaub, die das ganze Jahr in der Rhön lebten und dort Segelflüge durchführten. Sie halfen dabei immens mit, die Technik zu verbessern und längere Segelflüge zu ermöglichen und können daher mit als Urväter des Deutschen Segelflugs bezeichnet werden.

Jedoch gab es auch viele Pioniere, die mit ihren selbst gebauten Fluggeräten scheiterten und sich dabei schwere Verletzungen wie Brüche zuzogen oder sogar starben.